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Schizophrenie & wahnhafte Störungen

Fast alle psychischen und kognitiven Funktionen des Menschen sind bei einer schizophrenen Psychose mitbetroffen. Die Konzentration, Aufmerksamkeit und Informationsverarbeitung und damit das gesamte Denken, das Erleben, das Verhalten, Fühlen und Wollen können betroffen sein.

Folgende Symptome können bei einer Schizophrenie beschrieben werden:



Ungeordnetes Denken mit sprunghaften Wechsel der Themen, Konzentrationsstörungen mit vermehrter Ablenkbarkeit.

Wahnhafte Überzeugungen (zum Beispiel Verfolgungs-oder Vergiftungsideen).

Stimmen hören oder andere Trugwahrnehmungen (wie zum Beispiel seltsame körperliche Missempfindungen).

Der Kontakt zu anderen Menschen kann durch Misstrauen oder zunehmenden Rückzug gestört sein.

In Zusammenhang mit aktuellen Wahninhalten kann die Stimmungslage stark schwanken; Niedergeschlagenheit und Angst können ebenso auftreten wie Euphorie oder aggressive Erregung.

Angst und Schlafstörungen können auch vorkommen.



Bei wahnhaften Störungen ist ein lang andauernder Wahn (= eine Fixierung auf eine Idee) das einzige oder auffälligste Merkmal, ohne die anderen für die Schizophrenie typischen Symptome (siehe oben).

Behandlung:

Die Therapie schizophrener Psychosen ist umfassend. Sie beinhaltet sowohl die medikamentöse Einstellung mit Antipsychotika oder Neuroleptika, als auch psychologische und soziale Therapieformen.
Die medikamentöse Behandlung dient der Stabilisierung der Symptome bzw. dem Erreichen einer Distanz zu psychotischen Phänomenen (z.B. zu Angst, störenden Sinneswahrnehmungen oder Wahninhalten). Wichtige Elemente einer Behandlung sind Tagesstrukturierung, die Gabe von Antipsychotika und die Vorgabe einer beschützenden Umgebung. Es erfolgt die Umfassung des familiären und sozialen Umfeldes und die Planung weiterführender therapeutischer Maßnahmen nach der Akutbehandlung. Die Wahrscheinlichkeit eines Rückfalls ist bei Absetzen der Medikamente deutlich erhöht und sollte nur mit ärztlicher Rücksprache erfolgen.

Weiterführende Links:

Fragen zur Schizophrenie

 


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Dr. Christian Simhandl